Handschrift, die eigene Stimme (1)

Wir können den Kindern, die täglich zu uns in die Schule kommen, keinen großen Erfolg für ihr Leben versprechen. Viele, die im ersten Schuljahr voller Hoffnung vor uns sitzen, werden sich in einfachsten Lebensumständen bescheiden müssen, keine große Rolle spielen, nicht gehört werden, wenn über sie entschieden werden soll.

Trotzdem können sie eine eigene Stimme entwickeln, mit der sie von sich selbst, ihren Erfahrungen und Gedanken sprechen, mit eigener Hand auf Papier, auch später noch zeugend von Menschen, die schreibend sich ihrer selbst vergewissert haben.

Um so zu schreiben, braucht man Selbstvertrauen, Mut und eine Handschrift, die mühelos auf’s Papier fließt. Und damit alle Kinder, auch die verzagten und armseligen, so zu schreiben lernen, gibt es die Grundschule. Diesen Gedanken sollten wir über all unserer Kompetenzorientierung nicht aus Auge und Herz verlieren.
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