Allianz für die Handschrift

In der noch jungen „Allianz für die Handschrift“ – als gemeinnütziger Verein registriert seit Dezember 2012 – versammelt sich vielfältiger Sachverstand. Man tauscht sich aus, klärt Erfahrungen und Positionen, formuliert gemeinsam Erkenntnisse, sucht das Gespräch mit denen, die andere Positionen vertreten.

Die Allianz veranstaltet Fortbildungen und wirkt aufklärend in die Öffentlichkeit.

Einen Tag bevor die Allianz gegründet wurde fand am 20. September 2012 in der BAYERISCHEN AKADEMIE DER SCHÖNEN KÜNSTE in der Münchner Residenz ein Abend mit dem Titel „Verschwindet die Handschrift?“ statt, mit großer Resonanz bei Publikum und Medien. Das Podium war mit Rafik Schami und Sibylle Lewitscharoff prominent besetzt. Moderiert hat den Abend Ute Andresen. Eingeleitet wurde er mit zwei Vorträgen: Jochen Meyer vom Deutschen Literaturarchiv Marbach sprach über „Ferne Stimmen auf Papier“, Angela Enders, Professorin in Regensburg, referierte zu: “ Schriftspracherwerb häufig mangelhaft“.

Am 21. September 2012 haben wir – Ute Andresen, Angela Bedall, Katharina Giesbertz, Dr. Jürgen Hasert, Dr. Peter Igl, Dr. Werner Kuhmann, Maria-Anna Schulze Brüning  – die Allianz für die Handschrift ordentlich gegründet. Und seit 17. Dezember 2012 ist sie ein anerkannt gemeinnütziger, eingetragener Verein.

Am 20. April 2013 hieß eine ganztägige Veranstaltung am im Haus des Bayer. Lehrer- und Lehrerinnenverbands BLLV am Bavariaring in München „Hauptsache Handschreiben„, inhaltlich wesentlich geprägt  von der Allianz. Da ging es um die Chancen und Schwierigkeiten der verschiedenen Ausgangsschriften, um die Effizienz von Druckschrift und Schreibschrift und um Probleme der Vermittlung und Einübung der Schriften als Basis einer lesbaren und flüssigen Handschrift. Auch hier war die Resonanz bei LehrerInnen und Medien erstaunlich. Der BLLV ist gegen die Abschaffung der Schreibschrift. Der Vorsitzende des Bayerischen Lehrerinnen- und Lehrer-Verbandes Klaus Wenzel sagte dazu

„Ich bin sehr dafür, dass junge Menschen im Jahr 2013 lernen, wie man mit verschiedenen technischen Medien umgeht, um Schriftstücke zu erstellen. In gleicher Weise bin ich aber auch dafür, dass wir bei aller Begeisterung für diese modernen Schreibmedien nicht vergessen, dass es eine Handschrift gibt, die eine jahrtausendelange Tradition hat und die ja nicht unnötig geworden ist.“

Ein Gedanke zu „Allianz für die Handschrift

  1. Die Handschrift ist ein unverfälschbarer Ausdruck der eigenen Identität. Sie ist der lesbare Ausdruck meiner Persönlichkeit. Jedesmal wenn ich einen handschriftlichen Vermerk meiner verstorbenen Mutter sehe (sei es die Bezeichnung der Marmeladensorte auf dem Marmeladenglas oder ein beschrifteter Aufkleber auf dem Plastikbecher mit der tiefgekühlten Petersilie), ist es als ob sie neben mir stünde. Es berührt mich oft mehr, als ein Foto von ihr.

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